Löhnberger SPD umzingelt ihren eigenen Ort mit drei! Windparks

Einheitlich hatten die Fraktionen SPD, FWG und CDU noch im September 2015 eine gemeinsame Entschließung verabschiedet , im Bereich Höhburg/ Roter Kopf keine Windräder zu errichten.

Es kann nur als taktisches Manöver gewertet werden, dass die Löhnberger SPD das Thema in ihrem Wahlprogramm zur Kommunalwahl nicht erwähnt hat. Ein bewusstes Verschweigen dieser – wie sich nun glasklar herausstellt – in Wahrheit weiterhin  vorhandenen Absicht, ist aus unserer Sicht eine Täuschung des Wählers, um eben genau die negativen Effekte zu vermeiden, die eine ehrliche Positionierung zu diesem Thema in den Nachbargemeinden hervorgerufen hat.

Bürgermeister Dr. Schmidt hat mehrfach beteuert, dass er in diesem Gebiet keine Windräder brauche und solche auch haushaltspolitischer Sicht schlechthin nicht benötige.

Die Löhnberger Bevölkerung durfte demnach mit Fug und Recht davon ausgehen, dass es an genannter Örtlichkeit keine Windräder auf dem Gemeindegebiet von Löhnberg geben wird – bis gestern!

Die Löhnberger SPD-Fraktion wird zum politischen Wendehals und vollzieht ohne jegliche Hemmung die Kehrtwende. Mit dem vorliegenden Beschluss wird die Löhnberger Gemeinde mit Windrädern regelrecht umzingelt. Windräder künftig also in Niedershausen/Biskirchen, in Selters/Tiefenbach und jetzt auch an der südwestlichen Grenze zu Merenberg.

Hat ein Gemeindevertreter ebenso wie jeder Bürgermeister denn nicht die Pflicht, seine Bevölkerung vor gesundheitlichen Risiken zu schützen und zu bewahren? Kann man diese Schutzrechte einfach verkaufen? Meistbietend versilbern, wie tote Schuldscheine an der Freihandelsbörse?

Die fadenscheinige Begründung, sich an die benachbarte Kommunen nur „dranhängen“ zu wollen, ist die reinste Farce. Auch wenn einige Zeitgenossen ihren Müll illegal in der Landschaft entsorgen, so vermittelt einem das doch noch lange nicht das Recht, das fortan ebenso zu tun. So leicht kann man sich nicht aus der Verantwortung stehlen!

Aus meiner Sicht geht es hier nicht um den Bürger, nicht um den Mensch, nicht um die Natur, sondern nur um vermeintlich(!) zu vereinnahmendes Geld. Dabei nehmen wirtschaftliche Schneeballsysteme  eigentlich immer das gleiche Ende, nämlich ein böses.

Eine neue ökopolitische Grundeinstellung der örtlichen SPD kann jedenfalls nicht der Beweggrund sein, da der Bürgermeister Dr. Schmidt bislang stets betonte, die Windmühlen seien weit von den einzelnen Ortslagen entfernt und tangierten diese daher gar nicht. Nun jedoch ergeben sich ganz plötzlich völlig neue Tatsachen.

In wessen Sinne kann es sein, durch Windräder die Gesundheit hunderter Bürgerinnen und Bürger zu gefährden?

Mit diesem ebenso überraschenden wie äußerst fragwürdigen Coup der SPD werden medizinische und physikalische Erkenntnisse schlichtweg sträflich ignoriert. Der gesunde Verstand wird blindlings dem „Dollarzeichen“ geopfert und man beeilt sich zusehends, so schnell wie möglich Fakten zu schaffen, bevor die unter anderem vom Bundesumweltamt beauftragten Studien im Ergebnis fertiggestellt sind. Die einzigen, die von den Windmühlen wirklich profitieren, sind die ohnehin bereits mit Milliarden behängten Fabrikanten und die Projektierer.

Vorliegend ist der designierte Investor bekanntermaßen ein Parteigenosse aus demselben Unterbezirk. Während noch niemand so genau weiß, wie die Windverhältnisse tatsächlich an der Höhburg sein werden, woher der Wind innerparteiisch weht, scheint demzufolge unverkennbar.

Anscheinend ist einigen Akteuren indes jegliche Etikette, jede Vernunft und sämtliche Weitsicht abhanden gekommen. Der Scheck heiligt die Mittel.

v.i.S.d.P. i.A. BI Windwahn-Oberlahn, Weilburg-Merenberg-Löhnberg am 23.09.2016

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