Reaktionen & Meinungen

18.08.2016 Bürgerentscheid: Neu-Anspach will keine neuen Windräder

Die Bewohner von Neu-Anspach im Taunus haben sich in einem Bürgerentscheid ganz klar gegen einen neuen Windpark ausgesprochen. Auf 62 Prozent der Stimmzettel sei „NEIN“ angekreuzt worden, sagte Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU). Die Wahlbeteiligung lag bei 55,3 Prozent. „Damit haben wir jetzt ein klares Ergebnis“, sagte Hoffmann. Ich muss mich am Montag hinsetzen und den Vertrag kündigen.“
Die Stadt wollte vier Windräder in einem Park errichten lassen, von denen die Pachteinnahmen von jährlich rund 60 000 Euro pro Anlage erwartete. In der Stadtverordnetenversammlung waren alle Parteien – bis auf eine Wählergemeinschaft – für die Windkraft. Doch gegen die Entscheidung formierte sich Protest.
Daruafhin initiierte das Stadtparlament der 15 ooo-Einwohner-Stadt im Hochtaunuskreis die Abstimmung. Dieses sogenannte Vertreterbegehren ist in Hessen erst seit Anfang des Jahres möglich. Für das Nein benötigten die Windkraftgegner nicht nur eine Mehrheit der Stimmen, sondern auch ein Quorum von mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten. Dieses lag bei 2585 Stimmen und wurde mit 3894 Stimmen nun locker übertroffen. Für die Windräder stimmten 2386 Wahlberechtigte.

Stellungnahmen zur Veröffentlichung eines Umfrageergebnisses zum Thema Windkraftnutzung im WT vom 17.09.2016.

Stimmen dazu:

Den gleichen Schwachsinn hat das WT bereits schon einmal vor Jahresfrist vermeldet. Damals waren angeblich 67% der Befragten für die Nutzung von Windkraft im Kreis Limburg-Weilburg.

Trotz aller berechtigten Fragen in Bezug auf die Seriosität solcher Umfragen, stellt sich dennoch die Frage, warum im aktuellen Artikel nicht darauf verwiesen wird, dass die Zahl der Befürworter anscheinend rapide abgenommen hat?

Aber die nächste “repräsentative” Umfrage “zufällig” ausgewählter Befragter wird es schon richten. Ich tippe auf mindestens 105% Befürworter.

(Wolfgang Nawroth, BI Wind-Wahn Villmar/Runkel)
Ja, solch tolle Umfragen werden doch immer wieder gerne genommen. Wie das halt so ist, mit vermeintlichen Offensichtlichkeiten. Wenn die Wäsche partout auch mit dem teuersten Waschmittel mal nicht richtig weiß werden will, so könnte es durchaus sein, dass es sich um Buntwäsche handelt…

Sollten diese 1000 Auserkorenen tatsächlich repräsentativ sein, so wären dies nichts weiter, als ein Beleg mehr für die kollektive Verblödung unseres Landes. Ein Land, das Ampeln in Gehsteigflächen einbaut und auch sonst für alles offen ist, kann einfach nicht ganz dicht sein!

Selbst wenn man von dem technischen Rest mal absieht – es kann ja nicht jeder Ingenieur sein – so wirft es doch ein bezeichnendes Bild auf die (hier befragte) „repräsentative Bevölkerung“, wenn 37 Prozent glauben die „Erneuerbaren“ würden zu einer Verbilligung des Stromes führen. Da muss ich dann doch schon ein recht gewaltiges Loch im Kopf haben. Vermutlich glauben dann auch 40 %, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet und, dass man „Energie wenden“ kann.

Vielleicht hätte man zunächst einmal fragen sollen – und das meine ich jetzt ganz im Ernst! – wer denn von den Befragten überhaupt weiß, wie viel 37 Prozent von 1.000 eigentlich sind. Ich spare mir, auf den stochastischen Schwachsinn näher einzugehen, da es auch bei den Verfassern bereits mit den Grundrechenarten nicht weit her sein kann.

3.500 kWh sollen also 21 EUR EEG-Umlage gegenüberstehen? Da könnte vermutlich unser kleines Patenkind (2) mit seinem Holzperlen-Rechenschieber genauer ermitteln, dass bei v.g. Verbrauch und 7 ct/kWh an Umlage die Jahressumme 245 EUR beträgt! (Vielleicht kann ich aber auch bloß nicht richtig lesen oder, was ich eher annehme, man hat in dämlicher Weise Monats- und Jahreszeitraum durcheinander geworfen) Zudem sind in diesen 245 EUR pro Jahr nicht einmal jene EEG-Umlagen berücksichtigt, die jeder Verbraucher als Teil der Produktions- und Dienstleistungskosten seines täglichen Bedarfs zu tragen hat. Dann kommt man nämlich auf 296 EUR pro Nase, also fast 1.200 EUR für den 4-Personen-Haushalt. Das ist recht leicht retrograd zu errechnen, wenn man weiß, dass Deutschland inzwischen 82 Mio. Einwohner hat, die im Jahr 2015 zusammen eine EEG-Umlage in Höhe von 24 Milliarden EURO aufbringen mussten.

(Roger Simak, Mengerskirchen- Waldernbach)
Es ist schon erschreckend, für wie einfältig und dumm man in der Redaktion des Weilburger Tageblattes anscheinend die eigenen Leser hält.

Nicht einmal die einfachen Grundrechenarten scheint man zu beherrschen.

3.500 kWh x 0,07 € ergibt nun mal nicht 21 € sondern 245 €.

Was dabei gar nicht berücksichtigt wird, ist das je kWh zu zahlende Netzentgelt, das in den letzten Jahren bedingt durch den höheren Aufwand und die Probleme bei der Einspeisung von erneuerbarem Zappelstrom auch auf mittlerweile über 7 ct gestiegen ist.

Nimmt man beides zusammen ergeben sich schon Mehrbelastungen von nahezu fast 500 €
im Jahr für einen Durchschnittshaushalt.

Für 2017 hat man bereits einen Anstieg der EEG-Umlage auf 7,5 ct/kWh angekündigt,
gleiches gilt auch für das Netzentgelt.

Anscheinend will man auch beim WT die fragwürdige Tradition beibehalten, die Windkraftlobby einseitig und um jeden Preis zu unterstützen.

Kritische Leserbriefe und Informationen der Bürgerinitiativen werden ja längst schon nicht mehr veröffentlicht.

Eine faire und unabhängige Pressearbeit sieht anders aus.

(Manfred Heumann, Weilburg-Waldhausen)

Am 15.09.2016 um 19.30 Uhr im DGH in Barig-Selbenhausen entscheidet die Merenberger Gemeindevertretung über den Bau von Windrädern!

Gehen Sie zu dieser Sitzung und werden Sie Zeuge, wie Geldgier über den gesunden Menschenverstand siegt!

Zeigen Sie Ihren Unmut über diese monströse Fehlentscheidung!

30.06.2016 Entscheidende Stadtverordnetensitzung in Weilburg

PARLAMENT lehnt mit großer Mehrheit den Bau von Windrädern ab!

An alle Mitstreiter und Unterstützer der Bürgerinitiative „Windwahn Oberlahn“,

nachstehend eine aktuelle Information zum Thema Bau von Windkraftanlagen in Weilburg:
Auf der Tagesordnung der Stadtverordnetensitzung vom 30.06.2016 standen 4 Tagesordnungspunkte, in denen es um den Bau  von Windkraftanlagen im Bereich der Stadt Weilburg ging.
Nach der Abstimmung (21 ja Stimmen – CDU; FDP; FWG und 13 nein Stimmen -SPD und Grüne),über die Annahme des Antrages der CDU-, FWG- und FDP Fraktionen (Tagesordnungspunkt 14 –  Beendigung aller Aktivitäten zum Bau von Windkraftanlagen im gesamten Stadtgebiet von Weilburg), wurden auch die Tagesordnungspunkte 15, 16 und 17 des Hrn. Bürgermeisters Schick die den Windpark Oberlahn betrafen, mit einer klaren Mehrheit (von 21 nein Stimmen zu 13 ja Stimmen) abgelehnt.
Da Hr. Bürgermeister Schick noch die Möglichkeit für einen Einspruch gegen diese klaren politischen Entscheidungen sieht, wird am 01.07.2016 der Magistrat noch einmal abschließend über das Thema beraten.
Bgm. Schick sieht durch die von der Mehrheit der Stadtverordneten getroffene Entscheidung eventuell einen Nachteil, der dadurch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt entstehen könnte.
Diese These dürfte kaum haltbar sein und die Mehrheitsverhältnisse im Magistrat werden hier sicherlich kaum eine andere Entscheidung, als die in der Stadtverordnetenversammlung getroffene, zulassen.
Aber so ist dass, wenn man eine Niederlage nicht zugeben kann und will.
Beim Verlauf der Diskussion im Plenum haben die SPD und die Grünen mit Argumenten gearbeitet, die weit unter der Gürtellinie lagen und die 3 Koalitionsparteien und besonders die Bürgerinitiative diskreditiert und diffamiert haben. Natürlich hat auch Bürgermeister Schick in diesen Kanon mit eingestimmt.
Ich hoffe es gibt dann heute Morgen nicht noch eine negative Überraschung und denke wir sind unserem Ziel, den Bau von Windkraftanlagen in unserem Wald zu verhindern, etwas näher gekommen.
Vielen Dank schon mal an Euch alle für Eure Unterstützung.
Danke auch an alle Aktiven des Regionalverbandes Taunus die uns bei der Erreichung unserer Ziele tatkräftig unterstützen.
Wir sind mit diesem Ergebnis der Abstimmung zwar einen entscheidenden Schritt weiter, es geht aber letztendlich darum den Bau von Windkraftanlagen im gesamten Gebiet der Windvorrangfläche 1108 zu verhindern.

Wir würden uns freuen wenn Ihr uns auch in Zukunft bei der Erreichung dieses Zieles unterstützen würdet.

Bitte leitet diese Information auch an alle Freunde und Bekannten zur Info weiter!!!!

Mit freundlichen Grüßen im Namen des Sprecherteams der Bürgerinitiative „Windwahn Oberlahn“ Manfred Heumann

25.06.2016 Veröffentlichung des Leserbriefes von Herrn Karsten Klenke

Naturschutz „ad absurdum“

War noch bei der ersten Anhörung im Jahr 2013 zum „Windpark Oberlahn“ der Brut Horst eines Schwarzstorch-Paares bei Barig-Selbenhausen für die Verkleinerung des Vorranggebietes verantwortlich, da als Grundlage das „Helgoländer Papier“ der Deutschen Vogelschutzwarten eine Abstand von 3.000 m empfahl, ist in Hessen der Vermeidungsabstand, den die Behörden festlegen, erst von 1.500 m, nun aktuell auf 1.000 m geschrumpft. Wenn man schon die Menschen nicht schützt, braucht man die Natur auch nicht zu schützen. Wald und Natur sind keine Kulturgüter mehr, sondern nur noch Nutz- und Verbrauchsflächen, die nach ihrem finanziellen Ertrag bewertet werden. Jeder, der zu diesem kulturellen Abstieg durch Ideologie oder auch Wegschauen beiträgt, macht sich nach meiner Meinung mitschuldig. Wenn man auf diesen Verfall hinweist, wird man noch in die Ecke von Sektierern und Spinnern gestellt. Ich frage mich, wie auch viele andere, die sich bisher um Biodiversität und Naturschutz gekümmert haben, wer hat hier die falsche Peilung?

Karsten Klenke, HGON Arbeitskreis LM/WEL

27.06.2016 Antwortschreiben der hessischen FDP Landtagsfraktion

Sehr geehrter Herr Heumann,
sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerinitiativen,

im Namen der FDP Fraktion im Hessischen Landtag darf ich Ihnen für ihr Anschreiben danken.

Die FDP Fraktion im Hessischen Landtag unterstützt ausdrücklich ihren Leitsatz: „Windenergie um jeden Preis? – Nein, Danke!“.

Die hessische FDP hat auf ihrem Parteitag in Willingen im Nov. 2014 ihre energiepolitischen Eckpunkte beschlossen.
Diese lauten u.a.:
– Ende des EEG und der Planwirtschaft auf dem Energiemarkt, Abschaffung der Subventionen, damit Ausbaustopp für Windkraft
– Klimaschutz ist nur im Rahmen des europäische Zertifikatehandels effektiv, nationale Alleingänge führen nur zur Verschiebung, nicht zur Vermeidung von Emissionen
– Ablehnung des 2 Prozent Zieles für Windkraft in Hessen
– strikte Auslegung naturschutzrechtlicher Vorgaben, keine Aufweichung für die Windkraft
– Abstandsgrenzen nach dem Grundsatz H10

Im Sommer 2015 haben Bürgerinitiativen und die FDP Fraktion im Hessischen Landtag gemeinsam den Bürger-Energiegipfel mit 200 Teilnehmern veranstaltetet. Wir wollten damit bewusst einen Gegenentwurf zum Energiegipfel der Landesregierung setzen und offen mit den Bürgern die wichtigen Fragen diskutiert.

Wir haben gemeinsam ein energiepolitisches Grundsatzpapier beschlossen, in dem sich nicht nur die wichtigsten Forderungen, sondern auch Argumente und Fakten wiederfinden (dieses füge ich gerne bei).

Durch zahlreiche parlamentarische Initiativen – Gesetzentwürfe, Anträge und Kleine Anfragen – wurde diese zentralen Forderungen untermauert und zwar in den Bereichen Wirtschaftlichkeit der Windkraft, Risiken der Windkraft, Schutz der Bürger und Anwohner, Planungsrecht u.v.m.

Den aktuellen Antrag von letzter Woche, mit der Forderung das EEG abzuschaffen, füge ich ebenfalls gerne bei.

Wir arbeiten mit über 100 Bürgerinitiativen und engagierten Bürgervertretern in diesem Bereich zusammen.

Gerne unterstützen wir sie auch vor Ort!

Mit freundlichen Grüßen

Mario Klotzsche, M.A.

Referent für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Flughafen
Zentraler Ansprechpartner kommunale Fragen
der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag
Schlossplatz 1-3
65183 Wiesbaden

24.06.2016 Mail an die Mandatsträger im hessischen Landtag: 2016-Mail an Mandatsträger Landtag Hessen

Mails an alle Abgeordneten des Bundestags

Hallo Besucher der Internetseite der BI Windwahn Oberlahn,
unsere BI hat sich entschlossen nachstehenden Mailtext an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags zu senden,  desgleichen werden wir auch in Bezug auf alle Mitglieder des hessischen Landesparlamentes tun.
Wir wollen damit auf unser spezielles Problem beim Windpark Oberlahn und die generellen Probleme beim Bau von weiteren  Windkraftanlagen an Land in Deutschland hinweisen.
Unter Umständen kann man auf diesem Weg bei unseren Damen und Herren in der Bundespolitik ja sogar erreichen, dass sie merken wie viele Bürgerinnen und Bürgern erhebliche Bedenken gegen den weiteren Bau von solchen unsinnigen Anlagen, ohne jeden gesunden Menschenverstand haben.
Wer sich unserem Beispiel anschließen möchte und auch ein Mail zu diesem Thema an unsere Damen und Herren in der Bundespolitik schreiben möchte, kann unseren Text gerne auch als Basis oder in abgewandelter Form für eine eigene Aktion verwenden.
Eine Liste der Mailadressen der Mitglieder des Deutschen Bundestages könnten wir bei Bedarf zur Verfügung stellen.

Mailtext an die Abgeordneten des Bundestages:
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind eine Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau eines Windparks im Bereich der Kommunen Löhnberg,  Merenberg und Weilburg in Mittelhessen einsetzt.

Wir vertreten dabei über 1000 Bürgerinnen und Bürger  (Wähler) die sich schriftlich gegen den Bau der geplanten 9 Anlagen  des „Windparks Oberlahn“ aussprechen.

Unser Motto lautet: „Windkraft um jeden Preis – nein Danke“

Wir sind nicht damit einverstanden, dass auf unsere Kosten und zum Schaden der Natur und unserer Gesundheit,
der unsinnige Bau von Windkraftanlagen in Deutschland an Land weiterhin erfolgt.

Die im Bereich der drei betroffenen Kommunen gelegene Waldfläche (Windvorrangfläche 1108 des Teilregionalplanes Energie für Mittelhessen) ist in keiner Weise für den Bau der Anlagen geeignet.

Es gibt neben einem hohen Bestand von Rotmilanen und Schwarzstörchen, dem Vorhandensein von Wasserschutzgebieten und  eines großen Bodendenkmals aus der Keltenzeit (8000 bis 10.000 Kelten haben hier nachweislich gelebt) auch die sehr starke Nutzung als Naherholungsgebiet (es gibt z.B. schon über 30 Jahre einen Lauftreff des Spiridon Clubs).
Das betroffene Waldgebiet und die dortige Kulturlandschaft würde durch den Bau der Windkraftanlagen komplett zerstört.

Die gemessenen Werte für die Windhöffigkeit (unter 6m/s im Jahresdurchschnitt) und die notwendigen Investitionen für den Bau (weit über 45 Mio. € für 9 Anlagen) lassen einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen in keinem Fall zu.

Zudem gibt es eine erhebliche Gesundheitsgefahr für die direkten Anwohner (3000 bis 4000 Bewohner), die im unmittelbaren Ausbreitungsbereich des Infraschalls wohnen, der durch die Anlagen erzeugt wird.

Unsere Forderungen an Sie, die Abgeordneten aller Fraktionen im deutschen Bundestag, die Bundesregierung und die zuständigen Ministerien:
Die 1996 im  § 35 BauGB aufgenommene Privilegierung der Windindustrie ist inzwischen zur zerstörenden Kraft für unsere Natur, unsere Wirtschaft und unsere Demokratie geworden.
Darum hilft dem Land nur noch, diese  Privilegierung unverzüglich wieder zurückzunehmen.
Alle anderen kosmetischen Korrekturen des EEG bremsen weder den wirtschaftlichen Niedergang (Stahlbranche, Chemieindustrie u.a.) Deutschlands noch erfüllen sie irgendeinen Zweck im Interesse des Klimaschutzes!
Die Bagatellisierung der Umweltschäden wird von der Bevölkerung mehr und mehr erkannt, denn die Entwertung der Landschaften und das Opfern gesunder Klima schützender Wälder leisten dem Klimawandel Vorschub, ohne die angestrebte Versorgungssicherheit zu erzielen!
Die Lebensqualität der Bürger/ Wähler ist in Folge dieser falschen Energiepolitik vielerorts bereits dramatisch gesunken.
Zentrale Forderungen:
• sofortiger Stopp der Genehmigungserteilungen für Windkraft an Land in ganz Deutschland, da diese unter falschen Voraussetzungen erteilt werden
• ein sofortiger Erlass, der den Verbrauch von Wäldern untersagt, da deren Zerstörung den Klimaschutz sabotiert (s. Weltklimarat Paris 2015)

• Überarbeitung des § 35 BauGB zwecks unverzüglicher Aufhebung der Privilegierung der Windkraft
• Neufassung der deutschen Energiepolitik durch wirklich sachkundige, Praxis erfahrene Experten der Energiewirtschaft
• Korruption und Bestechung besonders im Zusammenhang mit dem Ausbau der Windkraft öffentlich zu verurteilen und verstärkt zu verfolgen
• keine Lobbyarbeit bei der Gestaltung der Energiepolitik, Lebensader unseres Wohlstandes, mehr zuzulassen

Schauen Sie in andere Länder (z.B. Dänemark, Norwegen und Australien) und hören Sie auf Fachleute im eigenen Land, diese haben mittlerweile bereits erkannt, dass die derzeitige Energiewendepolitik in Deutschland, die sich fast nur auf die Windkraft stützt, der falsche Weg ist.
Was nutzt es, wenn wir unsere Kernkraftwerke abschalten und an unseren Grenzen neue gebaut werden. Was bringt es wenn wir CO2 sparen (Anteil Deutschland am ges. Ausstoß in der Welt< 2%) und Länder wie China, Indien und weitere asiatische Länder sowie die Schwellenländer in Afrika und Südamerika ständig mehr CO2 produzieren.
Zudem sollte man in der Politik in Deutschland endlich einsehen, dass man die Grundlagen der Physik nun mal per Gesetz nicht ändern  kann, auch wenn man sagt: „Wir schaffen das!!!!“

Selbst unsere Nachbarn in der EU sagen mittlerweile: „Die spinnen, die Deutschen“.

Mit freundlichem Gruß.

Im Namen des Organisationsteams der Bürgerinitiative „Windwahn Oberlahn“.
Manfred Heumann

Unberechtigte Angriffe statt Einsicht für klare Willensbekundung der Wähler bei der Kommunalwahl in Weilburg
Stellungnahme zu zwei Leserbriefen von Hrn. Ralf-Peter Würz und Hrn. Deuster (Die Grünen) im WT vom 02.04.2016.
In den Leserbriefen wird unsere BI und besonders unsere Mitstreiterin Fr. Freudenberger in unglaublicher und übelster Art und Weise persönlich angegriffen und diffamiert.
Ebenso angegriffen werden auch die Parteien im Stadtparlament, die sich gegen den Bau des Windparks ausgesprochen haben.
Die in den beiden Leserbriefen verwendeten Vorwürfe und Unterstellungen entbehren jeder Grundlage und stellen in einigen Passagen sogar eine Beleidigung dar.
Ich finde man ist hier von Seiten der Schreiber der Leserbriefe zu weit gegangen. Es zeigt auch wie man mittlerweile oft mit Leuten umgeht, die gegen ein von oben vorgegebenes politisches Ziel und sei es noch so unsinnig, berechtigte Bedenken haben. Man versucht sie als Bedenkenträger zu diffamieren und zu diskreditieren.
Wenn man die Ergebnisse der Kommunalwahlen besonders in Weilburg sieht, dürften die Ziele der Bürgerinitiative und der Parteien die sich gegen den Bau des Windparks ausgesprochen haben, von vielen Wählerinnen und Wähler unterstützt worden sein.

Die Mehrheitsverhältnisse haben sich so geändert, dass es nun eine klare Mehrheit (22 Mandate von CDU, FDP und FWG zu 15 Mandaten SDP und Grüne) gegen den Bau von Windrädern in Weilburg gibt.
Es hatten sich von Seiten der Bürgerinitiative in Weilburg und Löhnberg insgesamt 8 Mitstreiter in verschiedenen Parteien zur Wahl gestellt, davon wurden 6 aus dem Stand in die  jeweiligen Parlamente gewählt (Weilburg 5 und Löhnberg 1). Damit wurde die bisherige Koalition von SPD und Grünen im Stadtparlament von Weilburg klar abgewählt.
Anstatt dieses Votum zu akzeptieren und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen, keilt man nun wie ein störrischer Esel gegen BI, CDU, FDP und FWG aus.
Zum einen ist verwunderlich (aber auch wieder nicht), dass das WT dies überhaupt abdruckt. Ein Leserbrief von unserer Seite in einem derartigen Stiel wäre sicher nicht abgedruckt worden, aber wir wissen ja, dass man beim WT hier mit zweierlei Maß misst.

Manfred Heumann am 12.04.2016

Link zu Leserbriefen Würz & Deuster: 2016-04-02-Leserbriefe WT

Briefe an alle Bürger der Gemeinden Löhnberg, Merenberg und Weilburg vor der Kommunalwahl am 06.03.2016:

28.01.2016 Leserbrief zu dem Artikel „Windpark – Frage bleibt ungeklärt“, erschienen im Weilburger Tageblatt am 30. Januar 2016

Leserbrief:
Als Zuhörerin und  Zuschauerin in meiner Funktion als Mitglied der BI Windpark-Oberlahn sehe ich mich zu einer Stellungnahme genötigt.
Zunächst ist der Verfasserin des Artikels, Frau Olivia Hess für die objektive Berichterstattung zu danken.
Was sich an diesem Abend zu dem Tagesordnungspunkt17 und 18a) Windpark-Oberlahn/Antrag im Rahmen der Abstimmung im Stadtparlament abspielte, war zunächst durch die substantiellen,von Sachkenntnis geprägten Beiträgen von FDP, FWG und CDU zum Thema Windpark eine Sternstunde der Demokratie. Allerdings nur für kurze Zeit.
Was danach folgte, war eine „gut inszenierte Darbietung“ einer trickreichen Absprache zwischen SPD und Grünen im Sinne von Bürgermeister Schick. Auf dem Hintergrund, dass mit einer 2/3 Mehrheit aus CDU, FDP und  FWG das Bürgerbegehren zum Thema Windpark negativ beschieden worden wäre, wurde von dem ErfüllungsgehilfenRadkovsky (SPD) die Idee von Herrn Dieth, SPD „ein Bürgerbegehren zu prüfen“  von SPD und Grünen positiv beschieden.  Auf dieser Grundlage wurde die 2/3 Mehrheit für ein Bürgerbegehren gegenstandslos mit der Folge, dass mit einfacher Mehrheit eine Prüfung beschieden wurde und die Windpark-Frage weiterhin ungeklärt bleibt. Das einzig Positive ist, dass Herr Bürgermeister Schick nun ausreichend Zeit hat das nachzuholen, was er den Parlamentariern im Rahmen einer vollumfänglichen Vorlage versprochen hatte – eine saubere Abrechnung mit den Kommunen Löhnberg und Merenberg über die 643000 verausgabten Euro für den Windpark.
Wer mehr über das demokratieschädigende Verhalten der SPD, initiiert durch den SPD Vertreter Radkovsky erfahren möchte, hat die Möglichkeit auf der Internetseite Windwahn-Oberlahn unter dem Beitrag „Schick, SPD und Grüne treten die Demokratie mit Füßen“ nachzulesen. Unwürdig und aufschlussreich waren die hämischen Reaktionen aus Teilen der SPD und der Grünen.
Dieses politische Manöver ist zwar rechtlich zulässig aber politisch fragwürdig – zumal in den Ausschüssen anderes besprochen war. Der Vertrauensverlust bei den anderen Parteien wird der SPD und den Grünen noch vor die Füße fallen. Das sollten sich die Wähler für die Kommunalwahl am 6. März 2016 merken.

Mit freundlichen Grüßen

(G. Freudenberger)

27.02.2016 Brief von W.Rothenberger an

Herrn
Roland  Jung
Stadtverordneter der Stadt Weilburg,
gewählt als Vertreter der Gemeinde Waldhausen
Bergstr. 24 a
35781  Weilburg/Lahn
Sehr geehrter Herr Jung!
Als Mitglied der Bürgerinitiative Windwahn-Oberlahn habe ich in den letzten Wochen als Gast an 6 Sitzungen der Stadtverordneten teilnehmen können, bei denen auch jeweils in einem Tagesordnungspunkt die Frage Windraderrichtung in Waldhausen Gegenstand der Besprechungen war.
Ihre Partei hat sich – also auch mit Ihnen – für die Windraderrichtung in Waldhausen gegen 1000 Bürger, die  mit Recht gegen die Errichtung durch Unterschrift protestiert haben, ausgesprochen.
Zu Recht, denn die Waldhäuser Bürger wissen, welche  Gefährdungen auf sie und ihre Kinder zukommen.
Die gesundheitlichen Schäden, die von Windrädern auf die Bürger ausgehen, sind längst aufgrund von Erfahrungen und wissenschaftlichen Ergebnissen als gesichert anzusehen.
Ein Arzt der Gemeinde Waldhausen hat sie dargelegt – die Krankheitssymptome:
• Schlafstörungen
• Schwindel
• Tinnitus
• Übelkeit
• Herz-Kreislaufbeschwerden
• Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
Zurzeit laufen mehrere Gerichtsverfahren in Deutschland von durch Windräder erkrankten Menschen gegen die Betreiber als Verursacher.
Meine Frage an Sie:
Wie können Sie eine voraussehbare Gesundheitsbedrohung Ihrer Mitbürger in Kauf nehmen… des Geldes wegen?
Geld für die Stadt Weilburg auf Kosten der Gesundheit der Waldhäuser!
Das ist meines Erachtens – aus Sicht des Schulfachmanns – unverantwortlich. Wie wollen Sie dies den Bürgern und den Waldhäuser Kindern erklären?
Sich zu verstecken in einer Partei zeigt meiner Ansicht nach keine persönliche Verantwortung. Da lobe ich mir die Abgeordnete der Grünen, die als Einzige in ihrer Partei nicht mit Ja stimmte.
Die Bevölkerung in Deutschland jedenfalls lobt laut Spiegel (s. 7.2.2016)– und anderer Medien – gerade einen Politiker (Wolfgang Bosbach), der seinem Gewissen folgend  in einigen Entscheidungen gegen die Mehrheit seiner Partei votierte. Ein Politiker, der Rückgrat hat. Die Mehrheit der Menschen bewundert und schätzt ihn – zu Recht!
Gewissen kommt von Wissen!
Ich durfte erleben, wie Abgeordnete in der entscheidenden  Sitzung am 28.1.2016 auf die vielfältigen Gefahren hingewiesen haben. Mitglieder der SPD und Grünen hatten keine schlagenden Argumente dagegen. Gründliches Wissen konnte nicht widerlegt werden. Man machte sich noch nicht einmal die Mühe.
Mit einem zwar rechtlich zulässigen aber zweifelhaften Vorgehen von SPD (und Grünen) hat man sich vor der Abstimmung gedrückt  mit dem Ziel, den Bürgern die Entscheidung zu überlassen. So kann man sich dem Auftrag der Bürger entziehen.
An sich werden die Abgeordneten gewählt, damit sie im Auftrag der Bürgernach ihrem Wissen und Gewissen entscheiden.
Der Vorsitzende der FWG, Herr Würz, ein Jurist, äußerte zu dieser Vorgehensweise von SPD und Grünen, er fühle sich „hintergangen“. Der CDU-Vorsitzende. Herr Hanisch,sprach von einem Vertrauensmissbrauch von Rot-Grün. (vgl. WTB vom 30.1.16)
Zu erwähnen sei noch, dass viele  Mitgeschöpfe rücksichtslos zum Teil geschreddert werden; in Deutschland weit über 500 Milane, Tausende anderer Vögel, -zigtausende Fledermäuse – unentbehrlich für das Ökosystem
… des Geldes wegen.
Ganz zu schweigen von der Zerstörung eines Kulturerbes – der einmaligen Keltensiedlung. Ein Volk, das seine Geschichte außer Acht lässt, ist barbarisch!
Lesen Sie die Darlegung eines Mitbürgers (Herr Klenke aus Waldhausen)!
Übrigens: Die SPD hat im Rheingau die Errichtung von Windrädern auf der Loreley abgelehnt gegen ihren aus dem Ortsteil Kamp stammenden SPD- Minister Lewenz (Rheinland-Pfalz).
Mut!
In unserer Nähe:   Runkel
Der Bürgermeister und die SPD Abgeordneten haben eine Errichtung von Windkraftanlagen abgelehnt.  Warum wohl?
Wie soll man eine Politik wählen, die die Gesundheit der Wähler gefährdet?
Meine Frage an Sie:
Warum haben Länder wie Norwegen, Dänemark,Schweden die Errichtung von Windrädern gestoppt?
Wie, Herr Jung, wollen Sie mit Ihrer Meinung in die Geschichte von Waldhausen eingehen?
• als Befürworter der Zerstörung von Natur und Schöpfung
• als möglicherMitgefährder der Gesundheit der Mitbürger in Waldhausen
• als Mitverantwortlicher für die Zerstörung der Keltensiedlung
und alles nur wegen fragwürdiger Geldgier?Die Gelderträge aus der Windkraft werden zurzeit immer mehr in Frage gestellt.
Das können Sie doch nicht mitverantworten wollen!
Es ist zu hoffen, dass die Bürger von Waldhausen von ihrem Wahlrecht am 6.3.2016 verantwortungsvoll Gebrauch machen:
• an die Gesundheit der Mitmenschen und der Kinder denken,
• das Leben der Tiere achten (560 Milane sind durch Windräder bereits zerschreddert) und
• an ihre Geschichte denken (Keltensiedlung)
von der Schönheit des Waldes ganz zu schweigen… die Natur hat keine Lobby!

Mit freundlichem Gruß

(W. Rothenberger, Rektor a.D. Studienseminar,
zurzeit Mitglied der BI Windwahn-Oberlahn, Waldhausen)

17.01.2016 Noch nicht veröffentlichter Leserbrief  im Weilburger Tageblatt von Manfred Heumann: 

Verhalten des Weilburger Bürgermeisters Hrn. Schick und der Stadtwerke Weilburg Hrn. Korschinsky –  Berichte im WT zu der Sitzung des Stadtparlamentes vom 03.12.2015.

Wie es derzeit aussieht muss man den Eindruck gewinnen, dass Hr. Bgm. Schick und Hr. Korschinsky, entgegen den Versicherungen von Hrn. Schick nach wie vor daran arbeiten, zumindest einen Teil des geplanten „Windparks Oberlahn“ mit Merenberg doch noch zu bauen.

Es stellt sich für mich die Frage, ob man Hrn. Schick in Bezug auf seine Aussagen und sein Verhalten überhaupt noch glauben kann.
So hat er auch bei den letzten Diskussionen im Stadtparlament am 03.12.2015 und den Ausschusssitzungen zuvor, nicht mit offenen Karten gespielt.
In der Antwort der Stadtwerke vom 01.12. auf Fragen des Stadtverordneten Hartmut Bock (SPD) hat Hr. Korschinsky ausgeführt, dass laut einer Rechtsauskunft eines RA – Büros die Rechnungsstellung der Stadtwerke über anteilig für die Kommunen angefallenen Kosten rechtens sei.
Damit war aus meiner Sicht die Grundlage, der von Hrn. Schick als Hauptargument für die beantragte Verschiebung der Beschlussfassung des Stadtparlamentes am 03.12. auf den 28.01.2016, nicht mehr gegeben. Warum hat Hr. Schick den Stadtverordneten diese Tatsache nicht in seiner Stellungnahme zu diesem Thema mitgeteilt? In dem Schreiben an Hrn. Bock führt Hr. Korschinsky weiter aus, dass für alle Maßnahmen und Aktionen der Stadtwerke (lt. Auskunft  Hr. Schick bisher 630.000 €) entsprechende Beauftragungen und Beschlüsse der kommunalen Parlamente und Gremien vorliegen würden.
Nach meiner Kenntnis gibt es z.B. auf den Gesprächsprotokollen von Zusammenkünften der drei Bürgermeister, die von den Stadtwerken als Beauftragung gesehen werden, nur die Unterschriften der jeweiligen Bürgermeister. Es fehlen die zur Rechtsverbindlichkeit notwendigen Unterschriften der drei ersten Beigeordneten. Eine rechtliche Durchsetzung der Forderungen dürfte für die Stadtwerke daher aus meiner Sicht sehr schwer fallen.

Laut einer Auskunft von Hrn. Bgm. Dr. Schmidt lagen am 18.12. in Löhnberg noch keine Rechnungen der Stadtwerke vor, es gab zu dieser Zeit auch noch keine Gesprächsanfrage der Stadtwerke, dies gilt auch für Merenberg.

Das Verhalten von Hrn. Schick und Hrn. Korschinsky kann aus meiner Sicht weder vom  Stadtparlament noch von den Bürgern akzeptiert werden.

Der Bau der Windkraftanlagen ist nach wie vor ein großes wirtschaftliches Risiko, zudem sind die  zu erwarteten Schäden für Natur und Umwelt sowie die Gefährdung der Gesundheit der Bürger (besonders in Waldhausen) in keiner Weise hinnehmbar.
Es geht ja zudem um das Geld aller Bürger, mit dem man hier fahrlässig umgeht. Auch die Kunden der Stadtwerke Weilburg sind betroffen, wenn solche unsinnigen und teuren Maßnahmen die Preise von Strom und Gas unnötig verteuern (Lt. Verifox Auskunft gibt es derzeit 48 Anbieter die bei den Strompreisen und 40 Anbietern die beim Gaspreis günstiger sind als die Stadtwerke Weilburg).

Die Wähler bei der Kommunalwahl am 06.03.2016, sollten genau hinschauen und  hinhören. Ihre Stimme sollten Sie nur den Parteien und Kandidaten geben, die die Interessen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, beim Bau von Windkraftanlagen vertreten bzw. sich klar dagegen aussprechen.

Manfred Heumann  Mitglied des Sprecherteams der Bürgerinitiative „Windwahn Oberlahn“

Antwort auf das Schreiben von Herrn Schäfer (siehe unten)

Sehr geehrter Herr Schäfer,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Internetauftritt. Wir freuen uns über Ihre kritische Nachfrage und antworten Ihnen gerne offen und dezidiert zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen.

Natürlich haben Sie recht, scheinbar stehen unsere Äußerungen auf den ersten Blick diesen gerade veröffentlichten Zahlen entgegen. Bei genauerem Hinsehen und dem entsprechenden Sachverstand ergibt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Wenn man z.B. bei einem Auto nur die Angabe „Verbrauch: 2,9 ltr. bei 150 PS“ zu sehen bekommt, so liest sich das zunächst ganz gut. Die Angabe sagt jedoch nichts aus über die Effizienz des Fahrzeugs. Dazu fehlt es ganz einfach an weiteren Faktoren, wie z.B. der Information, mit welcher Strecke dieser Verbrauch assoziiert werden kann. 30 km, 50 km oder 100 km?

Volllaststunden:
Ganz ähnlich verhält es sich mit den Volllaststunden. Diese sind hinsichtlich der Effektivität einer Windenergieanlage (WEA) für sich alleine ohne jegliche Aussagekraft. Die Zahl der Volllaststunden ist Ausfluss der konstruktiven Auslegung. Um konkret in der Region zu bleiben, kann man sagen, dass bspw. die Enercon-Anlagen an gleicher Örtlichkeit auf der Lahn-Dill-Kreis-Seite des „Knotens“ (Peak-Leistung dort 3,0 MW, statt 2,4 MW bei den Nordex-Rädern auf Mengerskirchener Gebiet) bei angenommen gleichem Ertrag viel weniger Volllaststunden ausweisen, ohne dass diese deshalb nun technisch besser, schlechter oder effizienter bzw. ineffizienter wären. Wir schließen aus Ihren Ausführungen einen nicht unerheblichen Sachverstand. Daher werden Sie uns sicher zustimmen, dass die Volllaststunden sich mit der Auslegung der Generatoren-Peak-Leistung konstruktiv fast nach Belieben beeinflussen lassen.

Wichtig ist vielmehr allein der Überschuss der Einnahmen über die Kosten inkl. der AfA. Denn letztlich nur diese Differenz spiegelt den tatsächlichen Gewinn (vor Steuern) wider.

CO2-Einsparung:
Niemand mit klarem Verstand wird ernsthaft bestreiten wollen, dass bei der derzeit noch immer gängigen Praxis tatsächlich kein Gramm CO2 eingespart wurde. „EU-Emissionshandel“ (kurz: EU ETS) heißt hier das Zauberwort. Die Rechte, die hier in Rede stehenden Treibhausgase auszustoßen, wurden mithin nur woandershin versteigert (40 %), vergeben oder verkauft. Im Gegenteil, durch die Abgabe der CO2-Zertikate zunehmend im Auktionsverfahren, werden die Ausstoßrechte für andere europäische Emittenten – die uns längst als wahnsinnig oder bekloppt (Zitat Sigmar Gabriel) bezeichnen – sogar noch günstiger, je weniger wir selbst davon benötigen, übrigens ganz ähnlich wie bei dem Brennstoff Uran.

Windpark(s) „Knoten“ vs. Windpark Oberlahn:
Wir fühlen uns als BI Windwahn Oberlahn nicht legitimiert, die beiden Windparks auf dem Knoten zu bewerten oder zu kommentieren. Unser Feld ist, wie es der Name schon sagt, der Windpark Oberlahn auf und um die Höhburg, gelegen zwischen Merenberg, Allendorf, Barig-Selbenhausen, Waldhausen und Weilburg. Dennoch nehmen dafür wir gerne jegliche Erfahrungswerte aus der räumlichen Nachbarschaft zur Kenntnis.

Gerade die Ertragsergebnisse der Anlagen auf dem „Knoten“ bestärken uns in unserer Feststellung, dass ein Windpark Oberlahn niemals nachhaltig wirtschaftlich betreiben werden könnte. Dazu reicht schlichtweg die Technik heute noch nicht aus (Wirkungsgrad). Da sowohl die technischen als auch die formalrechtlichen (max. Höhe und Rotorendurchmesser, Mindestabstand zu Siedlungsgebieten etc.) Gegebenheiten in absehbarer Zeit keine belastbaren Voraussetzungen für einen Windpark auf der „Höhburg“ bieten, lehnen wir diesen entschieden ab. Es würden nur die Hersteller und Projektierer verdienen. Leidtragende wäre die Bevölkerung und am langen Ende auch die Steuerzahler. Die deutschen Stromkunden sind es heute schon, weil mit einem unsinnig forcierten Bau von Erzeugungsanlagen, bei gleichzeitigem Fehlen von geeigneten Speicherkapazitäten und Übertragungsnetzen, inzwischen Milliardengelder (via EEG-Abgabe) schlichtweg zum Fenster hinausgeworfen werden. Der dritte Schritt wird damit hierzulande, wie so oft, vor dem ersten getan. Direkte oder auch mittelbare Nachbarländer wie Österreich, Schweiz oder auch Norwegen freuen sich über den kostenlosen Überschussstrom. Bei gesundem Menschenverstand kann man dies doch keineswegs mehr gutheißen.

Das Windjahr 2015:
In den Mengerskirchener Zahlen abgebildet ist das Windjahr 2015. Es ist weithin bekannt und unbestritten, 2015 war ein „Mastjahr“ für die Windenergiegewinnung. Ebenso unumstößlich ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass der nutzbare Wind im Bundesgebiet seit mehreren Dekaden immer weiter abnimmt. Nicht umsonst musste das Windkataster daher schon (mindestens) zwei Mal angepasst werden, und zwar nach unten – der Wind in Deutschland nimmt auf lange Sicht also immer mehr ab.

Es sind die Naturgesetze der Aerodynamik, die es mit sich bringen, dass der Ertrag einer WEA in der dritten Potenz relativ zur Windhöffigkeit zunimmt, aber andersherum natürlich auch im gleichen Maße abnimmt! Naturgesetze besitzen nun mal die untrügliche Eigenschaft, sich nicht beeinflussen oder verbiegen zu lassen.

Also zurück zu Ihrem Vergleichsbeispiel, dem Windpark Mengerskirchen: 10 % weniger Wind im kommenden Jahr und der Ertrag liegt um 30 Prozent niedriger, also bei weniger als 17.000 MW. Damit würde der schmale Korridor der Wirtschaftlichkeit auch dort zweifelsohne bereits sehr deutlich verlassen und der sog. Break-Even-Point unterschritten. Dass der Unterschied in der Windhöffigkeit zwischen „Knoten“ und „Höhburg“ mindestens 10 % beträgt, wird niemand von dieser Welt wirklich in Abrede stellen wollen, ohne hier nun auf absolute oder relative Zahlen und Messwerte abzuheben.

Zudem ist es kein Geheimnis, dass der Hauptertrag des Windpark Mengerskirchen im Bereich der Vermietung und Verpachtung der Standorte liegt. Es ist richtig, dass die Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde zunächst indirekt davon profitieren. Doch ein Jahr ist eben nur ein Zwanzigstel der Gesamtbetriebsdauer. Was den bürgerlichen Investoren (punkto neu gegründete „Bürgergenossenschaft“) am Ende nach Ablauf ihrer Geldanlage – und in der Zwischenzeit – an Gewinn tatsächlich übrig bleibt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Dies vor dem Hintergrund drohender Getriebeschäden, Materialermüdung, möglicher Herstellerinsolvenzen usw. zum aktuellen Zeitpunkt bewerten zu wollen, wäre nichts weiter, als Kaffeesatz lesen. Fest steht, die Genossenschaft wird überhaupt erst ab 2016 in das operative Geschäft einsteigen und von dem Mastjahr 2015 schlechterdings nicht profitieren, ebenso wenig übrigens, wie von den Miet- und Pachtzahlungen, die allein an die Zivilgemeinde gehen. Ihre Darstellung, dass die Bürgergenossenschaft sich nunmehr einer Sonderausschüttung erfreuen darf, entspricht insoweit also nicht den Tatsachen.

Ein Windpark, dessen operatives Geschäft nicht auf einem soliden Fundament gründet, wird auch die Hauptkosten, insbesondere die jährliche Standortmiete, auf Dauer nicht zu tragen vermögen. Zwangsläufige Folge werden – wie aus zahlreichen anderen maroden und schlecht kalkulierten Windparks inzwischen hinlänglich bekannt – Nach- und Neuverhandlungen der Miethöhe sein. Dabei haben die Betreiber ein enormes Druckmittel in der Hand, nämlich die Insolvenzdrohung und die im Extremfall verbleibenden Bauruinen mit ihrer Rückbauverpflichtung. Der Eigentümer der Grundstücke bleibt hierfür bis zum Allerletzten als Gesamtschuldner im Obligo (Haftung).

Der „Knoten“ ist mit seinen 7,0 m/s Windhöffigkeit in der Tat ein Standort mit einem gewissen (Hoffnungs-)Potenzial. Doch darf man nicht verkennen, dass die Kalkulation dennoch denkbar knapp ausfällt. Sie wird vor allem gestützt durch nicht entstandene Projektierungskosten, durch die Direkteinspeisung ins örtliche Mittelspannungsnetz zudem durch vermiedene Investitionen in teure aufwändige Umspanntechnik und auf die Tatsache, dass auch der Netzbetreiber (hier: Syna) selbst Teilhaber der Betriebsgesellschaft geworden ist. Einem Pilotprojekt ist es schließlich immanent, dass Konstellationen erstmals versucht und getestet werden. Vorliegend ist es definitiv so, dass ein ähnliches Konstrukt sich kaum oder praktisch gar nicht an einem anderen Standort reproduzieren lässt, schon gar nicht an einem benachbarten mit nachweislich erheblich geringerem Windaufkommen.

In diesem Sinne weisen wir abschließend nochmals explizit darauf hin, dass wir uns weiterhin weder konkret mit einem Windpark auf dem Knoten befassen wollen noch mit anderen. Unsere zentrale Intension als regionale Bürgerinitiative fokussiert an vorderster Stelle auf den Windpark Oberlahn.

Sie werden verstehen, wenn wir die Diskussion – um sie für jedermann vom Umfang her lesbar zu halten – hiermit schließen. Gerne heißen wir Sie zu einer weitergehenden persönlichen Diskussion willkommen, zum Beispiel bei einer unserer nächsten öffentlichen Veranstaltungen.

Roger Simak – BI Windwahn Oberlahn

Kommentar von Herrn K. Schäfer aus ? vom 31.01.2016

Wie steht die BI Windwahn Oberlahn eigentlich zu dem jetzt von Bürgermeister Scholz für den Windpark Mengerskirchen veröffentlichen Einspeiseergebnis für des Jahr 2015 ?
Nach dem Kabelverlusten bis zum Einspeisepunkt blieben noch
24 654 020 KWh übrig. Bei einer Nennleistung der 3 WEA Nordex N-117 von zusammen 7,2 MW ergeben sich zum großen Glück für verhinderte CO2-Emissionen und den Klimaschutz rechnerisch für das erste volle Betriebsjahr in Mengerskirchen über 3400 Volllaststunden.“Konservativ“ dabei bereits mit abgezogenen Kabelverlusten bis zum Einspeisepunkt gerechnet ! Das übertrifft in 2015 den planerischen Ansatz und steht doch im krassen Gegensatz zu den Behauptungen die Mitglieder ihrer BI permanent öffentlich verbreiteten und noch verbreiten und die man hier bei ihnen immer noch in den abgedruckten Leserbriefen nachlesen kann ? Jedenfalls haben die Bürger die in Mengerskirchen investiert haben sowie natürlich auch die Gemeinde Mengerskirchen selbst und die SUEWAG nach den aktuellen Aussagen des Bürgermeisters nun auch noch eine Sonderausschüttung aufgrund der Mehrerträge zu erwarten. Das freut die Gemeinde Mengerskirchen sehr, die übrigens sehr viel weniger finanzielle Probleme hat als die Gemeinden hier um Weilburg herum. Hier darf der Bürger dafür weiter den roten Zahlen der kommunalen Haushalte zuschauen und auch Dank ihrer Initiative weiter sich das „Nichts“ bei der kommunalen Einnahmesituation anschauen und es mit ständig steigenden Steuerabgaben ausgleichen ! Vielleicht sollten sie einmal öffentlich eingestehen wie falsch einige Mitglieder der BI Windwahn mit ihren Unrichtigkeits-Behauptungen zu aufgestellten Ertragsprognosen professioneller Planer bisher lagen und immer noch liegen ?

16.01.2016 veröffentlichter Leserbrief  im Weilburger Tageblatt von Bernd Immel

Stellungnahme zu zwei Leserbriefen von Hrn. Tiefensee und Hrn. Eisenkopf im WT vom 09.01.2016.

Was mir beim Lesen der beiden Leserbriefe sofort ins Auge fällt, ist die unterschiedliche Aufmachung der Texte.
Der Leserbrief von Hrn. Tiefensee ist im Gegensatz zum Leserbrief von Hrn. Eisenkopf groß aufgemacht und zudem noch mit einem düsteren Bild von Abgasen eines Kraftwerkes illustriert.
Durch dieses Bild soll aus meiner Sicht anscheinend den Lesern suggeriert werden, dass es zu den im Text stehenden Argumenten keine Alternative gibt und es soll zudem zeigen wie gefährlich  konventionelle Kraftwerke für unser Klima sind.
Leider ist es aber so, dass die von Hrn. Eisenkopf genannten Fakten eher den vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Untersuchungsergebnissen entsprechen. Informationen zu diesen Themen findet man z.B. auf den Onlineseiten der großen Nachrichtenagenturen (Welt online, Spiegel online….).

Es ist in keinem Fall bewiesen und wissenschaftlich auch sehr unwahrscheinlich, dass der derzeitig zu beobachtende Klimawandel hauptsächlich durch CO2 verursacht wird. Damit ist auch fraglich ob alleine durch eine Reduzierung des derzeitigen CO2 Ausstoßes der Klimawandel aufgehalten werden kann.
Untersuchungen der Klimaentwicklung zeigen in den vergangenen Zeitepochen unserer Erde ähnliche und noch viel größere Veränderungen des Weltklimas in einer Zeit in der es noch keinerlei Einflüsse durch den menschenbedingten CO2 Ausstoß gab. Auch ist es ein Wunschdenken man könne alleine in Deutschland hier etwas bewegen.
Laut einer aktuellen Studie  des berühmten Forschers Lomborg ist es, wenn alle EU Länder ihre
Zusagen zum Verringerung ihres CO2- Ausstoßes einhalten würden, lediglich möglich, die Erwärmung der Erde in 30 Jahren um 0,0178 Grad zu verringern. Unser Ausstoß an Treibhausgasen in Deutschland liegt im Bereich von wenigen Prozent im Vergleich zum Rest der Welt.
Solange wie wir es nicht schaffen, alle Länder auf dieser Erde zu überzeugen an einem Strang zu ziehen, haben wir keinerlei Chancen überhaupt etwas zu erreichen.
Bis wir vor allem solch große Luftverschmutzer wie die USA, Russland, China, Indien und weitere Länder in Südamerika, Asien und Afrika nicht davon überzeugen können, hier entsprechende Schritte zu unternehmen, werden wir  auch gegen den Klimawandel kaum etwas erreichen. Es geht dabei nicht alleine um CO2 sondern vor allem auch um die Reduzierung von Feinstaub und sonstiger Luftverschmutzungen die direkten Einfluss auf unser Klima haben.
Diese vorgenannten Aussagen renommierter Experten und Wissenschaftler werden aber aus bestimmten Gründen weniger publiziert, sie entsprechen nicht dem aktuellen Meinungsbild unserer derzeitigen Regierungen.
Unsere Bundes- und Landesregierungen möchte den derzeit in vielen Belangen unsinnigen Weg der „Energiewende um jeden Preis“ und sei es auch gegen physikalische Gesetze und den gesunden Menschenverstand weitergehen, zumal es natürlich auch noch ein großes Interesse der entsprechenden Lobbyverbände gibt.
Einige Länder wie z.B. Dänemark und England haben bereits erkannt, dass der Weg die Energiewende alleine durch den massenhaften Ausbau der Windkraftanlagen zu erreichen in eine Sackgasse und nicht zum Ziel führt.
Zudem hat man in diesen Ländern erkannt, dass eine derartige einseitige und unbegrenzte Förderung von solchen Anlagen nicht nur den Strompreis für die Verbraucher unnötig verteuert, sondern auch in keiner Weise den erwünschten Erfolg in Sachen Klimaschutz hat.

Die beim Klimagipfel in Paris beschlossenen Maßnahmen sind ein fauler Kompromiss und nur ein Tropfen auf einen heißen Stein. Wir in Deutschland alleine können leider eine Klimawende nicht schaffen.
Sinnvolle und zielführende Alternativen zum derzeitigen eingeschlagenen unsinnigen Weg der Windenergieerzeugung um jeden Preis, wären:
.  die weitere Einsparung von Energie sowie deren effizienteren Einsatz
.  die Erforschung neuer umweltverträglicher Energiequellen und Speichermöglichkeiten für
durch regenerative Energie erzeugten Strom (z.B. Energieerzeugung aus Wasserstoff,
Brennstoffzellen, effektiverer Einsatz der Fotovoltaik und Bau von dezentralen Blockheizwerken)

03.12.2015 Antwortschreiben der Stadtwerke Weilburg auf die Anfrage des Herrn Bock zum geplanten Windpark: Planungsstand, Kosten, Folgeschritte anfrage_h.bock-wea2015_01-neu

30.10.2015 Leserbrief  im Weilburger Tageblatt von Gabriele Freudenberger

Leserbrief zum Werben von Herrn Bürgermeister Schick für den Bau von Windkraftanlagen im Bereich des geplanten Windparks Oberlahn
Bericht im Weilburger Tageblatt über die letzte Sitzung des Stadtparlamentes vom 24.09.2015.
Entgegen seiner Aussage bei der letzten Sitzung des Stadtparlamentes „alle Aktivitäten in Sachen Windkraftanlagen würden ruhen“, versucht Herr Bürgermeister Schick nun massiv einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung zu beeinflussen. Mit utopischen Aussagen zu den möglichen Gewinnaussichten (lt. seinen Aussagen bis zu 16 Mio. €) möchte er die jeweiligen Mandatsträger dazu bewegen, für den Bau von Windkraftanlagen im Bereich des geplanten Windparks Oberlahn zu stimmen. Bei den vorhandenen Rahmenbedingungen (Windhöffigkeit < 6 m/s und der für den Bau notwendigen hohen Investitionssumme für die Schaffung der notwendigen Infrastruktur) ist ein wirtschaftlicher Betrieb von Windkraftanlagen an den geplanten Standorten aber nicht möglich. Lt. Aussage von Herrn Bürgermeister Scholz (Marktflecken Mengerskirchen) laufen die Anlagen auf dem Knoten gerade mal mit einer schwarzen 0 (Rahmenbedingungen: Windhöffigkeit 7 m/s – wesentlich geringere Investitionskosten, da die entsprechende Infrastruktur bereits vorhanden war). Bürgermeister Schick hat ein großes Problem. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Weilburg hat er die bisher entstandenen Aufwendungen und Kosten (mindestes 700.000 €) für die Vorbereitung und Planung des BimschG- Verfahrens ohne ausreichende vertragliche und parlamentarische Absicherung mit zu verantworten. Mit den weiteren bereits in der Vergangenheit erfolgten unverantwortlichen und unwirtschaftlichen Investitionen der Stadtwerke (Projekt Kleinwindanlagen Kubacher Höhle und den Planungskosten für weitere unwirtschaftliche Projekte, die dann nicht durchgeführt wurden, z.B. Solarfeld Ahausen und Pumpspeicherwerk Kirschhofen) dürfte der bisher entstandene Schaden sogar bei über 1 Mio. € liegen.
Herr Bürgermeister Schick trägt auch die Verantwortung für den finanziellen Schaden mit, der den Stadtwerken und damit der Stadt Weilburg und ihren Bürgerinnen und Bürgern dadurch entstanden ist. Da das Geld in der Stadtkasse und bei den Stadtwerken fehlt, muss dieser Betrag in Zukunft in Form von höheren Steuern und Abgaben (bei der Stadt) sowie höheren Energiepreisen (bei den Stadtwerken) von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Weilburg und den Kunden der Stadtwerke ausgeglichen werden. Die Parlamentarier in der Stadtverordnetenversammlung sollten schnellstmöglich dafür sorgen, dass der finanzielle Schaden für die Stadtwerke und die Stadt Weilburg und damit auch für uns Bürgerinnen und Bürger nicht noch höher wird.

25.10.2015 Leserbrief  im Weilburger Tageblatt von Manfred Heumann

Leserbrief zum Versuch der Bürgermeister von Weilburg, Löhnberg und Merenberg die jeweiligen Parlamente auszuhebeln– Berichte im WT zu den Sitzungen der Parlamente von Löhnberg und Weilburg vom 24.09.2016.
Die Bgm. der 3 Kommunen Löhnberg, Merenberg und Löhnberg versuchen derzeit mit allen Mitteln eine Entscheidung über den geplanten Bau von Windkraftanlagen in den jeweiligen Parlamenten auf einen Termin nach der Kommunalwahl am 06.03.2016 zu verschieben.
So gab es eine geheime Zusammenkunft der jeweiligen Bürgermeister und der Vorsteher der Parlamente.
Hier wurde versucht eine gemeinsame Linie zu finden um in allen drei Parlamenten eine Entscheidung über den Bau von WKAs im Gebiet des geplanten Windparks Oberlahn möglichst auf einen Termin nach der Kommunalwahl zu verschieben. In Löhnberg hat es Bgm. Dr. Schmidt bereits am 24.09 trickreich geschafft, mit dem Argument „ wo keine Leiche sei, brauche man auch keine Beerdigung“ ,dass über einen von der CDU eingebrachten Antrag, der den Ausstieg aus dem Projekt „Bau von WKAs im Löhnberger Wald“ bedeutet hätte, nicht abgestimmt wurde:
Bei einer Entscheidung kontra WKAs wäre für mindestens 1 Jahr dann keine andere Entscheidung mehr möglich gewesen.
Auf Grund der anstehenden Termine (Bürgermeisterwahl im November 2015 und der Kommunalwahl am 06.03.2016) hat man auch in Merenberg zurzeit kein Interesse eine Entscheidung über den Bau von WKAs herbei zu führen.
Zusätzlich hat man aber in Merenberg das Problem, dass es dort knappe Kassen gibt und man sich vom Bau der Anlagen entsprechende Einnahmen verspricht. Auf Grund der Rahmenbedingungen beim Bau von WKAs an den geplanten Standorten, ist ein wirtschaftlicher Betrieb dieser Anlagen nicht möglich (Windhöffigkeit < 6 m/s – hohe Investitionskosten). Auch für einen externen Investor und Betreiber gelten die gleichen Bedingungen. Daher birgt auch eine eventuelle Verpachtungslösung erhebliche Risiken für die Gemeinde Merenberg.
Der Ortsvorsteher von Barig-Selbenhausen spricht derzeit seine Mitbewohner an und erklärt, wenn Sie gegen den Bau der WKAs seien, müssten Sie mit wesendlich höheren Gebühren und Abgaben rechnen.
Die Bürger sollten aber bedenken, dass bei negativen Einnahmen (z.B. Ausfall der Pacht oder Insolvenz der Betreiberfirma), noch wesentlich höhere Zahlungen auf Sie zu kommen könnten.
Von der Zerstörung der Natur und der Gefährdung der eigenen Gesundheit mal ganz abgesehen.
In Weilburg versucht Bgm. Schick ebenfalls das Weilburger Stadtparlament auszuhebeln. Er will mit aller Macht erreichen, dass auch hier eine Entscheidung über den Bau von WKAs (Antrag der FWG- Fraktion – verschoben in der Sitzung vom 24.09. auf den 05.11.), auf einen Sitzungstermin nach der Kommunalwahl am 06.03.2016 vertagt wird. Man hofft also bei allen drei Kommunen durch die Verschiebung von Entscheidungen in den Parlamenten den Windpark oder einzelne WKAs nach den Kommunalwahlen doch noch bauen zu können.
Die Wähler bei der Bürgermeisterwahl im November in Merenberg und bei der Kommunalwahl am 06.03.2016, sollten daher ganz genau hinschauen und auch hinhören. Ihre Stimme sollten Sie dann den Parteien und Kandidaten geben, die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, beim Bau von Windkraftanlagen (Schutz von Natur und Umwelt, sowie den Schutz unserer Gesundheit) mit gesundem Menschenverstand und ohne $-Zeichen in den Augen, vertreten.
Manfred Heumann -Mitglied des Sprecherteams der Bürgerinitiative „Windwahn Oberlahn“

10.08.2015 Leserbrief  im Weilburger Tageblatt von Manfred Heumann

Wer will überhaupt noch Windräder?
Nachdem nun auch die Freien Wähler aus Weilburg klar Farbe bekannt haben und sich gegen jegliche Form von Windrädern in unserem Wald ausgesprochen haben, möchten wir als Bürgerinitiative stellvertretend für mind. 850 Bürgerinnen und Bürger der betreffenden Gemeinden unseren verbindlichsten Dank ausdrücken:
Wir beglückwünschen die Mandatsträger von CDU, FDP und FWG zu ihrer wohl überlegten Entscheidung im Hinblick auf Mensch, Natur und das Wohl der Stadt Weilburg an der Lahn sowie der Gemeinden Löhnberg und Merenberg. Bei Ihnen möchten wir uns an dieser Stelle, v.a. auch im Namen unserer Kinder bzw. der nachfolgenden Generationen, auf das herzlichste bedanken dafür, dass Sie sich – auch in einem bereits fortgeschrittenen Planungsstadium des Projekts – auf die von uns vorgebrachten Argumente eingelassen und diese beherzigt haben. Ein solch umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten verdient großen Respekt und Anerkennung.
Eingedenk dieser aktuellen Entwicklungen stellt sich nun die Frage:
Wer will überhaupt noch ein Windrad in unserem Wald?
Als erste hatten sich die drei CDU Fraktionen aus Löhnberg, Merenberg und Weilburg dem Projekt verweigert, danach die Fraktion der FDP und schließlich die Freien Wähler aus Weilburg, d.h. es wird mit ihnen auch keine Verpachtungsvariante geben.
Daraufhin folgten die SPD-Fraktionen aus Löhnberg und Merenberg, die bisher lediglich dem interkommunalen Windpark den Rücken gekehrt haben. Die SPD Löhnberg wird nach eigenen Aussagen ebenfalls keiner Verpachtung an Dritte zustimmen.
Wird die SPD Merenberg mit ihrem evtl. neuen zukünftigen SPD Bürgermeister Oliver Jung sich ebenfalls gegen die Verpachtungsvariante entscheiden? Was sagt ihr Wahlprogramm dazu? Wie steht der Bürgermeisterkandidat zu einer solchen „Lösung“? Jetzt vor der Wahl sollte hierzu eine klare Aussage getroffen werden, damit die Wähler wissen, wofür sie stimmen!!!
Wie und wann äußert sich endlich die SPD Weilburg zu all dem?
Wie ist das bei den Grünen? Am Anfang war das oberste Ziel der Grünen, unsere Natur, die Menschen und die Umwelt zu schützen; man hat um jeden Baum gekämpft. Leider werden aber mittlerweile diese Ziele anscheinend der „Energiewende um jeden Preis“ geopfert. Den gesunden Menschenverstand hat man ausgeschaltet und man ist blind und taub gegenüber den Argumenten kritischer Mitbürger. Ja man muss sich mittlerweile sogar fragen: „Wer schützt die Menschen und die Natur vor den Grünen“ ? Die Basis der etablierten Parteien hat mittlerweile erkannt, dass die Energiewende in der derzeitigen Form kompletter Unsinn ist.
Die Bürger werden zur Kasse gebeten und kein Gramm CO2  wird eingespart, zudem wird durch den Bau von Windkraftanlagen ohne jede Vernunft unsere Natur und die vorhandene Kulturlandschaft unwiederbringlich zerstört.
Oder geht es hier nur um „das liebe“ Geld? 30.000,-€ für drei oder vier Windräder, von denen die Bürger in Waldhausen direkt betroffen sind und die dort keiner will!?
Liebe Mandatsträger der SPD und der Grünen, bitte entscheiden auch Sie sich gegen die Windräder und für das Wohl von Mensch und Natur, damit die überaus wertvolle Kulturlandschaft, die das Waldgebiet zwischen den Kommunen Löhnberg, Merenberg und Weilburg darstellt, für uns und unsere Nachkommen in seiner jetzigen Form und Größe erhalten bleibt!
Manfred Heumann
Sprecherteam Bürgerinitiative
„Windwahn Oberlahn“

23.07.2015 Artikel im Weilburger Tageblatt am 23.07.2015

Liberale wollen keinen Windpark
ENERGIEWENDE „Risiko ist derzeit zu hoch“
WEILBURG Auch die Wirtschaftlichkeitsgutachten haben die Weilburger Liberalen nicht von der Sinnhaftigkeit eines Windparks zwischen Weilburg, Merenberg und Löhnberg überzeugen können.
Windräder zwischen Weilburg, Löhnberg und Merenberg kommen für die Weilburger Liberalen derzeit nicht infrage.
„Sie haben an unserer Auffassung, die wir schon im Februar im Weilburger Stadtparlament geäußert haben, nichts geändert. Prinzipiell sind wir für einen Energiewandel und den Ausstieg aus der Kernenergie,“ stellt der Orts- und Fraktionsvorsitzende der FDP, Hans Werner Bruchmeier, klar. „Doch diese riesige Maßnahme macht aus vielen Gründen derzeit keinen Sinn und berücksichtigt nicht die Ängste und Bedürfnisse unserer Bürger“, heißt es in einer Mitteilung. Der Wechsel dürfe nicht dazu führen, dass in Hektik ein neues Fass mit Fehlern aufgemacht werde. „Das sollten wir aus der Atomdebatte gelernt haben.“
Nach der nicht-öffentlichen Sitzung der drei Kommunen sei zwar die Haltung der Merenberger Parlamentarier, die ein großes Finanzproblem haben, verständlich, aber dies sei zu kurz gedacht, meint Bruchmeier. Die Rentabilität eines selbst betriebenen Windparks sei aus Sicht der FDP bisher nicht ausreichend belegt, da die Wirtschaftlichkeitsgutachten auf Daten der Windgutachten beruhen, die bisher aber niemand gesehen habe.
Daher ist für die Liberalen das Risiko von rund 18 Millionen Euro für die Schutzschirmkommune Weilburg und seine Stadtwerke bei prognostizierten sechs Millionen Euro Gewinn in 20 Jahren viel zu hoch – vor allem unter dem Aspekt sich stark verändernder Einspeisevergütungen und der steigenden Anzahl von Windparks in Deutschland, die rote Zahlen schreiben. Hessen sei ein Schwachwindgebiet, und da rechne sich diese Investition nicht.
Zusätzliche Windparks würden derzeit nichts zur Verbesserung des Klimas beitragen und auch keine Reduzierung der konventionell erzeugten Energie bewirken, lediglich die Kosten würden die Bürger über den Strompreis mehr belasten, so die Meinung der FDP-Fraktion im Weilburger Parlament. „Hier wird die eigentlich faszinierende Idee, die Energiewende, zum Vehikel von Gewinnstreben gemacht. Wir können über diese Projekte gerne wieder reden, wenn die Speichermöglichkeiten für Strom geschaffen sind und die Leitung in alle Teile Deutschlands schnell möglich ist,“ sagt Bruchmeier.
Eine Verpachtung der Flächen kommt für die Liberalen nicht infrage, da die Eingriffe in die Natur und die Beeinträchtigung der Bürgerschaft für „gerade einmal 30 000 Euro Pacht pro Windrad in keinem Verhältnis stehen“. Und weiter: „Wer garantiert uns das Geld, wenn die bauenden GmbHs pleitegehen? Wer garantiert dann den Rückbau der Anlagen?“ Den Eingriff in die Landschaft mit 100 000 Quadratmeter gerodetem Wald, Belastungen der Tierwelt und Schneisen in Naherholungsgebiete wollen die Weilburger Liberalen nicht mittragen.
Als weiteren Punkt führen sie die Beeinträchtigung der Kulturlandschaft an. „Einer Stadt Weilburg sollte ihr Stadtbild und die Hoffnung auf touristische Vermarktung mehr wert sein als verhältnismäßig kleine Einnahmehoffnungen“, schreiben die Freidemokraten.
Die nicht klar erforschten Gesundheitsrisiken sind für die FDP ein weiteres Argument, das gegen den Windpark spricht. Eine Studie des Bundesumweltamtes fordere größere Abstände zur Wohnbebauung und der Bundesärztetag habe die Bundesregierung aufgefordert, schnellstmöglich eine wissenschaftliche Studie zum Thema Infraschall in Auftrag zu geben, argumentiert die FDP. „Wir müssten doch gelernt haben, dass wir nicht alles sehen, hören und fühlen müssen und es uns trotzdem krankmachen kann, daher wollen wir Klarheit.“ (red)

L E S E R B R I E F im Weilburger Tageblatt am 18.07.2015 von Bernd Immel aus Löhnberg

Leserbrief zum Artikel „Kehrtwende beim Windpark“ vom 09.07.2015

6,93 € pro Weilburger Bürger pro Jahr – so hoch sind die Pachteinnahmen für drei Windräder!

Für diesen lächerlichen Betrag soll unsere Gesundheit und unsere Natur verkauft bzw. verpachtet werden?

BM Schick: „Besser wir verpachten, als zu betreiben.“ Jetzt ist unseren Politikern das finanzielle Risiko zu hoch, also verpachtet man die Flächen und lässt sich dafür pro Windrad 30.000 € pro Jahr von einer beliebigen Firma bezahlen.

Das hieße: z.B., Weilburg verpachtet seine drei Grundstücke, auf die jeweils ein Windrad gebaut werden soll, an eine beliebige Firma. Dieses Unternehmen errichtet dann auf deren Kosten die Windräder in unserem Wald und verspricht im Gegenzug der Stadt 30.000 € pro Windrad im Jahr und das Ganze für 20 Jahre! Das Gleiche soll in Merenberg geschehen. In Löhnberg ist man schon schlauer! Dort steht fest, dass in diesem Bereich nichts unternommen wird.

Dieses Unternehmen kann nun diese Windräder an andere Firmen verkaufen, die mit diesen Investitionen spekulieren! Dies geschieht in fast allen Fällen. Oft werden diese Windräder sogar mehrfach verkauft, um steuerliche Vorteile daraus zu ziehen. Hat man aus diesem Geschäft (Windpark) keinen finanziellen Vorteil mehr, so verkauft man es weiter…

Wer garantiert diese Pachteinnahmen von bis zu 20 Jahren, wenn wir jetzt schon wissen, dass dieser Schwachwindstandort nicht wirtschaftlich betrieben werden kann? Wer zahlt die Rückbaukosten der Windräder im Wald nach 20 Jahren, wenn die Betreiberfirma nicht mehr zahlungsfähig ist? Eine Betreiberfirma ist fast immer eine GmbH oder GmbH & Co. KG mit einer Haftungssumme von gerade einmal 25.000 €! Der Rückbau eines Windrades kostet etwa 325.000 €. (6,5% der Bausumme)

Unsere Kommunalpolitiker dürfen es NICHT ZULASSEN, dass mit unserer Gesundheit und unserer Natur spekuliert wird!

Für 30.000 € ist es das nicht wert! Was die Löhnberger können, sollten die Weilburger und Merenberger auch können und dürfen!

Dies sind wir unseren Kindern schuldig!

 

L E S E R B R I E F von Manfred Hardt, Müllerstrasse 15, 35781 Weilburg-Waldhausen

„ Von einem Extrem ins andere“

Eigentlich war ich froh, als unsere Bundeskanzlerin die Energiewende verkündete und zwar weg vom unbeherrschbaren Atomstrom und hin zu den alternativen Energien. Doch dann erfasste mich bald wieder die Skepsis als ich von dem rasanten Umstellungstempo erfuhr; denn alles und insbesondere so wichtige und gravierende Veränderungen und Auswirkungen müssen sorgfältig geplant und durchdacht sein. Dies schien mir in dieser Sache nicht gegeben, was sich inzwischen bestätigt, sieht man wie auf dem Energie-Sektor taktiert und vorgegangen wird.

Während bei uns die Atomkraftwerke teilweise sofort abgeschaltet oder mit kurzen Rest- Laufzeiten geduldet werden, betreiben die Nachbarn ringsum die unsichereren Atom-Meiler weiter oder bauen noch weitere hinzu. Wo bleibt hier die europäische Abstimmung / Verständigung?

Besonders eklatant ist mittlerweile auch die Nutzung der Windenergie durch die Errichtung immer höherer Beton- Giganten, die scheinbar auf jedem kleinen Hügel errichtet werden dürfen und unabhängig von ihrer Rentabilität und den Schäden an der Natur und Landschaft noch gefördert werden, obwohl genügend Billigstrom vorhanden ist und die Rotoren zeitweise abgeschaltet werden müssen. Auch die Gefahren für Menschen und Tiere werden verharmlost und verkannt.

Weiß man doch inzwischen aus wissenschaftlichen Gutachten, dass der von den Windrädern ausgehende Infraschall bei Menschen in 2 – 3 km Entfernung – je nach Höhe der Masten-               Schlaflosigkeit, Schwindel, Tinnitus u. sogar Schäden am Erbgut hervorrufen kann. Leider ist diese Erkenntnis und insbesondere die Kausalität noch nicht ausreichend bewiesen, wie dies in unserem Land gefordert wird.

Die hessische Landesregierung ist hier sogar total sorglos und fordert als eines der wenigen Bundesländer nur 1 km Abstand der Windgiganten zur Wohnbebauung, während die Masten ständig höher und die Flügel größer werden. Dem Bundestag liegen Petitionen vor, die den 10-fachen Abstand der Nabenhöhe fordern, was bei einer Masthöhe von 200 m 2 km Abstand bedeuten würde.

Vor diesem Hindergrund und insbesondere der befürchteten Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt, hat sich im Stadtteil Waldhausen die Bürgerinitiative „Windwahn Oberlahn“ gegründet. Sie zählt zwischenzeitlich über 700 wahlberechtigte Bürger – täglich kommen Weitere hinzu – und versucht den geplanten „Windpark Oberlahn“ der Gemeinden Weilburg–Löhnberg-Merenberg von den Gefahren ihres Vorhabens zu überzeugen und von deren Plan abzubringen; der vorsieht 9 Windräder auf einem kleinen Höhenrücken zwischen den Ortsteilen in unmittelbarer Entfernung zur Wohnbebauung,  zu errichten.

Ich finde, die Gesundheit der Bevölkerung und die fragliche Rentabilität der Anlage werden hier nicht ausreichend berücksichtigt und appelliere an das Verantwortungsbewusstsein der von uns gewählten Mandatsträger sowie deren Einfühlungsvermögen und Solidarität.

Manfred H a r d t

Antwort auf den Leserbrief des Herrn Kleemann vom Samstag, den 11.Juli 2015 im Weilburger Tageblatt

Sehr geehrter Herr Kleemann,

danke für Ihren umfangreichen Leserbrief der alle Vorurteile gegenüber sog.“Windkraftgegnern“ bedient.

Leider beleuchten Sie die wirklichen Probleme der Energiewende nicht.

Natürlich soll der Bürger hoffen, dass die Atomkraft-und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden können, wenn wir nur genug Windräder in den Wald oder auf Feld und Flur stellen. Nur ist dies leider ein Trugschluss. Im Moment werden in der Bundesrepublik mit ca.25.000 Windrädern knapp 9% des Bruttostroms generiert. Die Kernkraft liegt bei ca.15% und die Kohlekraft(Stein-u. Braunkohle) bei ca.43%. Um deren Wegfall auszugleichen, müssten wir also theoretisch den Ausbau der Windkraft um ca.600 % erhöhen! Und woher kommt der Strom wenn kein Wind weht? Wohin geht der Strom wenn der Sturm bläst? Ohne effiziente Energiespeicher muss hinter jedem Windrad ein konventionelles Kraftwerk die Stromversorgung sichern. Mit der flächendeckenden Errichtung von Windkraftanlagen in Schwachwindgebieten ersetzen wir keine Kraftwerke und reduzieren  den prozentualen Anteil deutscher CO² Emissionen am Weltklima nicht. In unseren Breiten lohnen Windkraftanlagen nur für die Erbauer solcher Anlagen. Dies haben sogar schon viele Kommunalpolitiker erkannt und halten sich mit Kauf-und Pachtverträgen zurück. Kein regionaler Stromerzeuger verdient hier bei uns Geld mit seinem Windpark, im Gegenteil , viele schreiben tiefrote Zahlen. Dies führt uns zu einem weiteren unausgesprochenen großen Problem der momentanen Energiepolitik. Strom wird immer teurer und große Teile der Industrie müssen von der Zahlung der EEG Umlage befreit werden. Der Strompreis für den Endverbraucher wird sich, bei dem momentanen Ausbau der erneuerbaren Energien, schnell um ein weiteres Drittel erhöhen. Dies wird für viele Bürger aus den unteren Einkommensklassen zu erheblichen Problemen führen. Der hier bei uns in den Windenergieanlagen erzeugte Strom wird größten Teils in die Überlandleitungen eingespeist und nur in ganz geringen Maße durch Direktabnahme regional verbraucht. Es ist sicher sinnvoll derzeit nur die grundlastfähigen EE-Erzeuger zu subventionieren um die enormen Kosten für den Netzumbau einzusparen. Zur Zeit sind dies Biomasse(Holz, Gas, Müll), ein Großteil der Wasserkraft und die Geothermie. Über die gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen von Windkraftanlagen in unserem Wald können wir Bürger uns in naher Zukunft selbst ein Bild machen. An den Grenzen der Gemeinde Löhnberg sollen in 2016 laut laufenden Planungen 3 Windparks errichtet werden. Besonders erfreut bin ich immer, wenn wir sog. Windkraftgegner, Nimby`s oder Sankt Florianer auch noch die Lösungen für eine völlig verfehlte Energiepolitik aufzeigen sollen. Da ist es natürlich einfacher zu glauben die großen Probleme ließen sich durch den Bau von Windkraftanlagen lösen.

Christiane Rühl-Vonhausen, Steinzler Hof in Drommershausen

 

Leserbriefes zu der Leser-Meinung von Herrn Pieter Kleemann, Löhnberg „Atomkraft und Kohle sind keine Alternative“,

Weilburger Tageblatt vom 11.7.2015

Für wie dumm werden die Leser und Leserinnen des Weilburger Tageblattes eigentlich gehalten?

Bereits zu Beginn seiner Ausführungen ist festzustellen, mit welcher geradezu raffinierten Taktik der Schreiber vorgeht. Da werden die Windkraftgegner zunächst gelobt, dann als naiv hingestellt (journalistisch eine billige Taktik), indem der Schreiber unterstellt, dass die Windkraftgegner die Energiequellen anscheinend nicht differenzieren können. Eine unglaubliche  Unterstellung und eines um die Sache ringenden seriösen Schreibers nicht würdig. Es ist zumindest zu vermuten, dass es unter den Gegnern der geplanten Windkraftanlage auch einige kluge Köpfe gibt, die wissen, dass Windkraftanlagen auch Schaden bringen.

Schäden an der Natur (Menschen, Wälder und Tiere), die keine Lobby haben und nicht als Verlustrechnung den Gewinnen gegenüber gestellt werden. Das nennt man Raubbau.

Die nicht dem St. Floriansprinzip verfallen, dass woanders man ja Windräder bauen könne, nur nicht in Waldhausen. Es dürfte dem Autor doch bekannt sein, dass 20 % (ein Fünftel!) des Waldes in Deutschland durch Windkraft geschädigt bzw. vernichtet wird. Die Mitglieder der Windwahn- Bewegung wissen um die Schäden an Pflanzen und Tierwelt. Verbände wie Nabu, BUND und HGON warnen aufgrund bereits eingetretener Schäden an der Tierwelt im Wattenmeer. Geradezu naiv seine Feststellung: gefährdete Vogelarten würden in Windparkgebieten brüten. Er nimmt die zerfetzten Vogelkörper nicht zur Kenntnis; weiß anscheinend nichts von den geplatzten Lungen der Fledermäuse durch Luftdruck der Flügel der Windräder. Geradezu ungeheuerlich die Feststellung, es würden keine Gesundheitsschäden auftreten. Es ist schlichtweg unverantwortlich, solche Unwahrheiten zu verbreiten. Wir sollten die Namen der Umweltzerstörer festhalten, damit unsere Nachkommen wissen, wem diese Zerstörungen zuzuschreiben sind. Und der Hinweis auf Mengerskirchen! Er macht deutlich: Es geht nur ums Geld – nicht um den Wert der Natur!

Die Natur hat keine Lobby!

Es geht ums Geld – den Gewinn!

Insofern gibt der Schreiber einen richtigen Rat: Geht nach Mengerskirchen!

Die Geldgier des Menschen wird hier sichtbar – die Natur spielt keine Rolle!

von Werner Rothenberger

 

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