Bürgerinitiative
„BI WINDWAHN-OBERLAHN“
Laßt uns unsere Heimat schützen
AKTUELES: Waldbegang am 12.12.2025
Waldbegehung für evtl. Windräder
Ernüchternde Begehung am 12. Dezember 2025 durch den Wald in Löhnberg.
Die Waldbegehung wurde mit Frank Zabel als Förster und nicht wie angekündigt mit unserem ehemaligen Förster Winfried Möller durchgeführt. Winfried Möller wurde vom Gemeindeparlament damit beauftragt! Er hatte alles gut vorbereitet und den wahrscheinlichsten Standort für ein Windrad oberhalb des blauen Sees mit Flatterband gekennzeichnet. Kurz vor Beginn der Veranstaltung wurde er jedoch vom Bürgermeister (BM) Grewe „ersetzt“!
Warum? Kann es an einer E-Mail liegen?
Ein paar Fakten: Der Wald erstreckt sich über eine Fläche von 450-500 ha. Hier wachsen 52% Buche, 14% Eiche, 13% Fichte (Probleme wegen Dürre) sowie 3-6% Edelholz. Der Wald erbrachte dieses Jahr in etwa 90.000€ Gewinn. Insgesamt sind es ca. 260ha Waldfläche, auf die Windräder theoretisch gebaut werden können – tatsächlich weiß noch keiner, wo genau sie hinkommen sollen!!!
Herr Zabel erklärt, dass Zufahrtswege für die Instandhaltung der Windräder bleiben müssen und nur teils zurück gebaut werden können. Es wird viel Fläche benötigt, um die Windräder zu bauen. Für ein Windrad wird ca. 1 ha Fläche einkalkuliert, die zu rodenden Flächen für die Bauphasen werden nicht benannt. Dabei ist zu bedenken, dass man mit dem Kran um die Kurven kommen muss, die einzelnen Bauteile werden horizontal transportiert und haben z.T. eine Länge von 85 Metern.
Die Gruppe begab sich zu einem möglichen ersten Standort. Dies könnte nah zum Wohngebiet Taunusblick sein und dieses betreffen. An diesem Ort befindet sich ein 160 Jahre alter Bestand von Eichen und Buchen, die Trockenschäden haben. Fragen werden gestellt und diskutiert.
Fakt ist, dass dieser erste Standort schon 2018 nicht in Frage kommen konnte, da es sich um eine alte Schutthalde vom Steinbruch blauer See handelt. Warum also sind wir dann nicht zu dem tatsächlichen Gebiet gegangen, der schon durch W. Möller gekennzeichnet war?
Fakt ist, erst nach dem der Bürgerentscheid mit Zustimmung erfolgt ist, werden wir im Laufe der Jahre erfahren, wie groß der Schaden an der Natur und am Menschen sein wird. Denn erst dann werden Verträge mit den Firmen gemacht und erst dann werden diese sich das Waldgebiet anschauen. Ob dann vier oder sechs Windräder in Löhnberg, eventuell weitere auf Merenberger Seite und danach auf der Weilburger Seite (Waldhausen) gebaut werden, da können wir Bürger von Löhnberg nicht mehr mitreden.
BM. Grewe sagte, dass Merenberg und Weilburg gar kein Interesse hätten dort Windräder zu bauen. Uns sind allerdings Aussagen von Kommunalpolitikern aus Merenberg und Weilburg bekannt, das man in den Startlöchern stehe, sobald Löhnberg sich FÜR den Windpark entscheide.
Eines wurde aber sehr deutlich: Der Eingriff in die Natur, Arten- & Tierschutz, der effiziente Stromertrag interessiert erstmal nicht. Alleine die Pacht für die nächsten Jahre und die Gewerbesteuer sind für die Gemeinde Löhnberg von Bedeutung.
Nach Aussage des Bürgermeisters sollen angeblich maximal vier Windräder in der Gemarkung des Waldgebietes Löhnberg gebaut werden und von Seiten der Bürgerinitiative solle man doch sachlich bleiben. Warum aber werden jetzt von Seiten der Befürworter die Anzahl der Windräder so minimal wie möglich bekundet? Eine Berechnung durch die Gemeinde Löhnberg gab folgendes vor:
8 Windräder x 270.000 € x 25 Jahre ergibt 54 Millionen Euro!
Mit Speck fängt man Mäuse!
Wir halten diese Summen für absolut NICHT realisierbar.
Die zwei Windräder die nach Selters in den Wald kommen sollen, wurden nicht einmal erwähnt.
Weiter ging es zum nächsten Standort. Aussage durch BM. Grewe: Löhnberg stelle die Windräder so weit wie möglich von Löhnberg weg an die Grenze zu Merenberg und Weilburg. Dadurch könnten die anderen zwei Gemeinden gar nicht mehr so viele Windräder bauen, wie von der Bürgerinitiative vermutet. Andere Plätze, wo Windräder hingebaut werden können, seien teils Freiflächen. Kartierungen wurde gezeigt vom jetzt bestehenden Wald. Man rechnet mit zwei bis drei Jahren Genehmigungs- & Bauzeit bis Mitte/Ende 2029.
RWE hat in seinem Angebot sechs Windräder auf Löhnberger Seite angedacht, realistisch sind laut BM. Greve vier Windräder. Firmen, die dort bauen wollen sind gewinnorientiert und versuchen natürlich den höchst möglichen Ertrag zu erwirtschaften. Doch dies geben wir alles aus der Hand nachdem der Bürgerentscheid mit Zustimmung der Wähler geschehen ist.
Wichtig:
Die Planung, Anzahl der Windräder und Streckenführung, wird erst NACH dem Bürgerentscheid stattfinden und von den Unternehmen, die die Windräder bauen werden, durchgeführt! Da liegt es doch sehr nahe, dass man Merenberg und Weilburg auch mit Geld lockt, wenn man doch dort schon baut!
Die Zufahrtswege sollen über das Merenberger Gebiet (Weilburger Stock/Höhburg/Lauftreff) geplant und gebaut werden. Die Windräder werden aus Richtung Limburg kommen. Das bedeutet: Der Wald und die geplanten Zufahrtswege werden auch ab dort das Landschaftsbild stark verändern. Instandhaltungsarbeiten müssen stattfinden können, die Zufahrtswege müssen daher erhalten bleiben, ebenso ein gewisser Platzbedarf rund um die jeweiligen Standorte der Windräder.
Passieren kann alles – oder mehr?
Wir haben VOR dem Bürgerentscheid keine Klarheit darüber, wohin die Windräder gebaut werden sollen, schon gar nicht, wie viele und wie groß die Waldfläche sein wird, die gerodet werden muss. Im Endeffekt entscheiden wir Bürger „blind“.
Wird ein Windrad gebaut wird, erhält die Gemeinde dafür eine jährliche Pacht. Der Vertrag wird eine Laufzeit von 25 Jahren enthalten, danach werden die Anlagen zurückgebaut oder es kann auch ein neues Windrad aufgebaut werden (Repowering). Sollten Firmen bankrottgehen, wird eine Versicherung verhindern, dass es kein Geld für den Rückbau mehr gibt. Diese wird automatisch abgeschlossen.
Es wurde die Frage nach einem Gutachten über die Natur/Artenschutz/Vogelschutz gestellt. Ein solches wird ca. 70-80.000€ kosten und vom Betreiber des Windparks im Auftrag gegeben und auch bezahlt. Dieses Gutachten wird der Öffentlichkeit allerdings nicht zugänglich gemacht. Da ist es doch gut, dass wir in Löhnberg eine aktive Vogelschutzgruppe haben, die dort auch intervenieren und kritisch dem Ganzen gegenüberstehen werden.
In der Diskussion wurde zugegeben, dass die Vorschriften in den letzten Jahren für das Erbauen von Windrädern erleichtert wurden, um Windanlagen im Wald zu bauen. Radien von 10km um das Windrad zum Schutz für Natur und Tiere (und Mensch?) sind zum Beispiel auf ca. 2,5km reduziert worden. „Sensiblen Windkraft Arten“ wurde der Radius extrem gekürzt (z.B.: Schwarzstorch, Rotmilan, Fledermäuse, Schwarzspecht etc. werden betroffen sein). Und auch wenn es diese Arten vor Ort gibt, das Interesse der öffentlichen Meinung, sprich der Bürgerentscheid, zählt mehr! Auch wenn der Anlagebetreiber letztlich alle Genehmigungen einholen muss, ist dies nicht mehr öffentlich!
Von Teilnehmern werden Bedenken hinsichtlich Schlagschatten und Geräuschentwicklung geäußert. Der Anmerkung, dass in Arborn Anwohner die Windräder extrem hören, folgt die Erklärung, dass es auch davon abhänge, wie sensibel jemand ist. Und natürlich hänge es von der Windrichtung ab, wie laut sie sind und entsprechen stören können. D.h. für uns alle: Zu dem Lärm der B 49 käme dann noch der Lärm der Windräder hinzu.
Beim Bürgerentscheid muss sich jeder selbst eine Meinung bilden, was ihm wichtig ist.
Danach gibt es kein Zurück mehr!
Ein Windrad wird näher an Waldhausen stehen, andere näher an Merenberg und mindestens eines nur ca. 1km vom Taunusblick entfernt.
Ein Teilnehmer erklärt, man höre die neue Generation Windräder mehr wie die alten, da sie ganz andere Dimensionen haben. (neueste Windräder haben eine Nabenhöhe von 199 Metern und der Flügel erreicht ganz oben eine Höhe von 285 Metern! Ein ausgewachsener Baum hat ca. eine Höhe von 20-50 Metern). Der Schall (Lärm bzw. das Wummern) wird vom Wind getragen. Da der Windpark vor der Hauptwindrichtung erbaut werden soll wird Löhnberg viel Lärm bekommen. Zu 75% haben wir westlichen bis südwestlichen Wind. D.h. der Wind trägt den Lärm direkt zu uns Richtung Löhnberg.
Daher unsere Bitte: Bedenken Sie, dass Sie mit Ihrer Entscheidung beim Bürgerentscheid, eine Entscheidung für die nächsten 28 bis 50 Jahre treffen. Gerade wir in Löhnberg werden nur mit Geld gelockt. Sollen wir dafür unsere Gesundheit, unser Wohlempfinden, die Natur unsere Immobilienwerte aufs Spiel setzen?
Wir sagen NEIN zum Windpark!
Stimmen Sie am 15.03.2026 beim Bürgerentscheid mit NEIN
INFO-Veranstaltung in der Löhnberger Lilie Termin wird noch bekannt gegeben
Wir haben gemeinsam die Möglichkeit, dies bei dem Bürgerentscheid am 15.03.2026 zu verhindern. Aber nur einmalig!
Stimme mit NEIN und sage JA zu unerer Gesundheit
Unser Mischwald, Blauer See, Diana-Brunnen und Höhburg
Das alles nur wegen Geld?
Windräder sind zur Zeit noch Gelddruckmaschinen. Es profitieren die Industrie und die Projektierer, da wir das alles mit dem EEG Gesetz bezahlen. Aber was bleibt den Anwohnern?
Auch dürfen wir uns nicht erpressen lassen, wie „die Grundsteuer und andere kommunale Abgaben würden ohne Windkraft erheblich steigen“.
Diese Entscheidung betrifft uns, unsere Kinder und deren Kinder für bis zu 100 Jahre! GELD IST NICHT ALLES!
Bilder zum Nachdenken: